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Austrian Beduin
Trans Alp


Transalp 2009

 
Wir, Ingrid (meine Frau) und ich (Roland), starteten am 24.Juli in Steinach/ Brenner. Der Plan war, dass wir bis 31. Juli am Gardasee stehen.
 
Die erste Herausforderung war der Rucksack. Das Gewicht meines Rucksackes war 7,5Kg. Dabei hatten wir gar nicht so viel drin:
 
Dämpferpumpe
Reserve Reifen (RR 2,1)
4 Batterien
Stirnlampe
Bremsbeläge für beide Bikes
Schaltseil
Kleines Stativ
Verbandszeugs
Taschenmesser
Kabelbinder
Sonnenbrillen
2. Trikot
2 Unterhosen
2 Socken
Badehose
Handtuch (Microfaser)
Hüttenschlafsack (Seide)
1 Abgeschnittene Regenhose auf ¾
1 Regenjacke
1 dünne Windjacke
1 Handschuhe extra
1 Gore Windstopper Unterziehhaube
1 Hose für abends
1 Leiberl für abends
Geldbörsel
Handy
Fotoapparat
Crocs
Mein Diabetiker Zeugs (Messgerät, Spritzen, Insulin und viel zu Essen)
 
Ingrid´s Sack hatte 6,5Kg. Inhalt annähernd derselbe. Außer, dass Ingrid das Waschzeugs, die Kartenausschnitte und die Jause für Unterwegs hatte.
 
So starteten wir um 8 Uhr nach Sterzing. Der erste Anstieg Richtung Brennergrenzkammstrasse hatte es gleich in sich. So konnten wir erahnen, was uns noch erwarten wird. Vorbei an der Autobahn bis Vinaders. Der Aufstieg zum Sattelberg war für uns alles fahrbar und schön schattig. Bis kurz nach der Sattelbergalm. Dann begann der Fußmarsch über den Jubiläumssteig auf den Sattelberg 2115m. Der Blick hinunter auf die Brennerautobahn war beeindruckend. Weiter fuhren wir bergab – bergauf – bergab… vorbei an Steinjoch – Kreuzjoch bis Sandjöchl. Von da downhill bis Gossenaß und weiter nach Sterzing. Der erste Weg in Sterzing führte uns zur Information, wo wir uns eine schnelle Auskunft über freie Zimmer erwarteten. Leider war das nicht so. Nach sehr langem herumtelefonieren bekamen wir dann doch noch ein Zimmer im Hotel Rosskopf. Zum Abendessen gingen wir ins Zentrum. Das Wetter wurde schlechter und begann zu regnen.
 
Gefahren sind wir heute 4:45 Std., 51Km und 1600Hm.  









































 

Tag 2: Sterzing – Jaufenpass – Meran

Das Wetter war herrlich. So starteten wir um 7:30 Richtung Jaufenpaß. Die ursprünglich geplante Route über Schneebergscharte und Eisjöchl hatten wir bewusst ausgelassen. So fuhren wir auf Asphalt über den 2096m hohen Jaufenpaß. Der Verkehr und die Temperatur waren sehr angenehm. In der Imbissstube am Pass kehrten wir ein und gönnten und ein Stück Kuchen und Kaffee. Die neu asphaltierte Strasse bis St. Leonhard war zwar keine Herausforderung, aber schnell (Vmax 70,49).

Am Radweg, entlang des Fluss „Passer“ fuhren wir über Kühns nach Meran. Die Temperatur war extrem heiß. In Meran angekommen suchten wir uns das vorbestellte Zimmer in Haus Rieder (Danke für den Tipp). Superschön und sehr persönlich. Abends gingen wir ins Zentrum, um uns die verdienten Spaghetti einzuverleiben.

 Gefahren sind wir 4:10 Std., 60Km und 1185Hm.


















Tag 3: Meran – Virgiljoch – St. Walpurg

Leider bekamen wir erst um 8 Uhr Frühstück. So konnten wir erst später als sonst in die Etappe starten. Wir suchten uns den Weg nach Marling. Von da an hatten wir das Roadbook aus dem Transalp Buch. Das supergenau ist! Die nächsten Kilometer stellten uns auf eine harte Probe. Sonne, heiß, Asphaltweg zwischen den Obstplantagen zwischen 18 und 24%, 2 Tage Anstrengung hinter uns und 1400Hm nonstop vor uns! An diesem Tag hatten wir Höchsttemperatur am Radcomputer von 43,8° Maximum. Das Vigiljoch auf 1793m war unser Ziel. Bis zum Gasthaus Tschigg, wo wir Pause machten, ist die Strasse asphaltiert. Ab da Schotter bis zum Gipfel. Aber auch immer 10 – 17% steil. So machten wir an diesem Tag einige Höhenmeter zu Fuß. Am Gipfel angekommen, machten wir ausgiebig Pause. Zum Glück war an diesem Tag ein Almfest und es gab lauter leckere Sachen zum Essen. Und das Wetter? Superschön!

Die Abfahrt Richtung Lana war ein super Singletrail, der auch bei der Jeantex Transalp 2008 gefahren wurde. Teilweise für uns nicht fahrbar. St. Pankraz war erreicht. Auf der Strasse fuhren wir nach St. Walpurg. Das erste Hotel am Platz, der Eggwirt, war unser Ziel. Wir buchten zwei Nächte. Ein Ruhetag tat uns gut!

 Gefahren sind wir 5:45 Std., 42Km und 2000Hm.


























Tag 4: Ruhetag

Nach ausgiebigem Frühstück war die Radpflege angesagt. Bremsbeläge tauschen und das übliche halt…

Anschließend ins Schwimmbad. Der Sonnenbrand war nicht so super! Einkaufen und schlafen…








Tag 5: St. Walpurg – Spitzenalm - Breznerjoch - Laurein – Cagno – Male

Über die Staumauer 1137m fuhren wir auf einer schönen Schotterstrasse bis zur Spitzenalm 1847m. Der Kaiserschmarrn war ein Traum. Eine kurze Pause und weiter ging’s über einen Wanderweg, der teilweise zum Fahren war, zur Gampenalm 1876m. Bei der Castrin Alm kamen wir wieder auf für uns fahrbares Terrain. Über Provais kamen wir nach Lorein. Auf ewigen Auf und Ab fuhren wir weiter über Cagno nach Male. In Male besorgte ich mir einen neuen Schnellspannhebel. Der alte ist roher Gewalt zum Opfer gefallen. Eine nette Pension war schnell gefunden.

Gefahren sind wir 5:40 Std., 64Km und 1387Hm.

























 

Tag 6: Male – Passo le Fraine – Andalo

DER Tag der Tour. Am Radweg bis Caldes 697m retour und dann nonstop zwischen 13 und 24% Schotter auf 1705m Seehöhe. Am Passo le Fraine angekommen waren wir schon sehr müde. Jeden Bach hatten wir für eine Abkühlung genutzt. Auch die Trinkflaschen füllten wir bei JEDER Gelegenheit auf. Die Temperaturen waren zeitweise unerträglich. Tageshöchsttemperatur am Bikecomputer war 43,5° in der Sonne!

Über Almen und durch eine wunderschöne Vegetation fuhren wir wieder runter nach Tuenno 629m. In einen kleinen Caffe kehrten wir ein. Ein Cola und ein Eis war Pflicht. Kohlehydrate waren für mich sehr wichtig! Ich hatte einige Unterzuckerungen auf der Tour. Obwohl ich die Dosis des Insulins sehr gering hielt. Es war aber nie gefährlich für mich. Ich hatte genug Gels und Riegel dabei.

Weiter fuhren wir zwischen Obstplantagen über Cunevo, Campodenno, Sporminore, Maurina nach Spormaggiore 571m. Und dann auf dem Radweg nach Andalo 1041m.

Genau so einfach stellen wir das auch vor!

Der Radweg, der auch bei der Jeantex Transalp 2008, befahren wurde, war ein wunderschön angelegter Schotterweg entlang eines Baches. Mit Steigungen bis 24% war das dann gar nicht so einfach. Wenn bedenkt: Wir hatten da schon 1300Hm hinter uns. Aber es war dann ein besonderes Glücksgefühl, als wir in Andalo eintrafen. Die Information und ein Zimmer war schnell gefunden.

 Gefahren sind wir 6:25 Std., 58,50Km und 2200Hm



























 

Tag 7: Andalo – Riva

 Der letzte Tag war dann nur mehr „ins Ziel fahren“. Vorbei am Lago di Molveno, Ranzo, Lago di Toblino, Dro nach Riva del Garda.

Geschafft!

Das übliche Foto vorm See und dann die Zimmersuche. Wir hatten im Hotel Rita gebucht. Aber das finden war nicht so einfach. Nach einigen Kilometern in der Sonne und Hitze waren wir endlich fündig. Der Nachmittagsspaziergang führte uns ins Restaurant zum essen. Den Tag ließen wir am Pool ausklingen.

Gefahren sind wir 3:45 Std., 60Km und 600Hm.















 

Tag 8: Riva

Eigentlich hatten wir den Shuttlebus für den nächsten Tag gebucht. Aber beim Frühstück trafen wir den Fahrer des Shuttlebusses und der hatte noch Platz an diesem Tag. So packten wir unsere sieben Sachen und fuhren noch am gleichen Tag retour.

Ingesamt waren es 8972Hm und 335,5Km.

Wir waren sehr glücklich, es geschafft zu haben!


 


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