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Superkarpata 2009

Nach 3 Teilnahmen an der Superkarpata haben wir beschlossen nicht mehr zu starten.


Superkarpata 2008

Der Superkarpatavirus hat uns, das KFZ-Lehner Offroad Team, wieder!

Superkarpata Trophy 2008 oder Meine Grenzerfahrung!

Unser Team, Gregor, Babsi, Ingrid und Ich trafen uns in Pachfurth rechtzeitig zum Startnummern kleben.
Die Begrüßung in Pachfurth war sehr nett und Aufwendig gestaltet. So mit Showeinlagen und jede Menge Teilnehmern. Es starteten 22 Teams. Einige mit zwei Autos, aber auch einige dreier Teams.

Als erste Sonderprüfung war der Rundkurs des Offroadgeländes abzufahren. Auf Zeit natürlich. Die Vorgabezeit war 6 Minuten. Wir, Gregor und Ich, brauchten 6:15 Minuten. Der Rundkurs war gespickt mit Schrägfahrten, Steilauffahrten, Kamelbuckeln, Wasserfallsteilauffahrt, Stufenabfahrt und ein Steilhang. Hier begann schon das Rennfieber für mich. Aber im Hinterkopf immer – hoffentlich wird nix kaputt!

Nach dem wir die Sonderprüfung so recht und schlecht absolviert haben, fuhren wir Richtung Rumänien. In der Nacht trafen wir am Lagerplatz ein. Die Nacht war ein Wahnsinn. Gleich in der Nähe war eine Cabana die hatten Discobetrieb bis 4 Uhr früh.

Der eigentliche Start in Rumänien erfolgte dann gleich mit zwei Sonderprüfungen. Wobei wir als Team getrennt wurden. Unser erster Teil war ein Trial in einem sehr schönen Gelände. Und wieder auf Zeit. Die Vorgabezeit war diesmal 10 Minuten. Wir starteten als dritte. So hatten wir schon eine Spur aber die sumpfigen Stellen waren noch fahrbar. Mit einer Zeit von 8:07 waren wir in der Vorgabezeit und somit bekamen wir 31min Zeitgutschrift für die zweite Etappe.

Nach dem Mittagessen, durften wir die zweite SP angehen. Hier war die Aufgabe, ein Floß zu bauen. Aber nur mit den Hilfsmittel die wir im Auto mithatten. Leider war das für uns ein aussichtslosen Unterfangen und ließen die SP aus und gingen freiwillig baden. Die Teilnehmer die das Floß bauten, sollten stehend ca. 100m weit zu einem Kontrollpunkt paddeln. Und nicht baden gehen…

Unsere Teampartner, wir wurden ja getrennt, hatten auch Pech. Gemeinsam hätten wir genug Material gehabt um diese SP zu schaffen. Aber…
Beim Trial am Nachmittag hatten Sie wieder Pech. Das Gelände war vom Vormittag so aufgeweicht, das es nicht mehr möglich war manche Stellen zu befahren. Außerdem hatten wir ja noch die ganze Woche vor uns.

Mich persönlich hat es ein wenig gestört, dass wir gleich den ganzen Tag Sonderprüfungen hatten. Und der Start in die Fahretappen in der Nacht war. Aber – es war zum Glück für alle Teilnehmer gleich schwer.

Und pünktlich mit dem 1. Teil des Fahrbewerbs fing das Unglück mit dem Wetter an. Es hat geschüttet und gewittert als gäbe es kein morgen. Wir fuhren oder rutschten einige Wege hinauf und hinunter auf der Suche nach dem Richtigen. Um 23:00 suchten wir uns ein Plätzchen zum übernachten. Es regnete die Nacht durch.

Pünktlich zum Frühstück hat es wieder geregnet. Also legten wir bald die Ketten an. Es war kein weiterkommen ohne. Nach einigen winchen kamen wir auf den richtigen Weg im Wald. Ein markierter Wanderweg. Dessen Markierung folgten wir dann weiter. Einige Steilabfahrten die für mich sehr anstrengend waren, säumten unsern Pfad. Ein schönes Erlebnis war: Wir kamen auf einen Weg zu einem Haus. Die Hausfrau öffnete uns das Tor und wir durften durch deren Garten fahren. Weiter ging es auf einem schlammigen Weg ins Tal. Der war aber aus. Also zurück. Ein weiterer Weg in die vermeintliche richtige Richtung war auch falsch. Also wieder eine Steilabfahrt die für mich sehr grenzwärtig war. Wir waren aber den ganzen Tag im Korridor. Übernachtet hatten wir im Regen auf einer Wiese. Als wir zum Grillen begannen hat es natürlich wieder geregnet.

Die Wege waren natürlich sehr schlammig. So kamen wir zu einer Steilauffahrt die für mich wieder eine Herausforderung. Gregor hatte die besseren Reifen und fuhr als erster. Er ist ohne größere Probleme den Steilhang hinaufgekommen. Wir mit den Ketten sind zwar auch hinaufgekommen, aber mit sehr viel Adrenalin im Blut. Und auch ein wenig Angst. Es entschädigte uns aber die Aussicht über die Rumänischen Berge. Wir fanden wieder auf die Markierung des Wanderwegs und folgten dieser. Leider in eine Schlucht die für mich nicht fahrbar war. Ein Hohlweg extrem schmal und felsig. So drehten wir um und umfuhren außerhalb des Korridors die Stelle. An einer anderen Stelle wieder rein und wieder raus… Und dann zum lang ersehnten Zwischenziel.

Wir trafen auf die anderen Teams. Es tat ein wenig gut, als wir hörten, dass auch den anderen hart zu kämpfen hatten. So stiegen unsere Hoffnungen wieder, doch nicht so schlecht zu sein. Kurz um - wir waren zur Halbzeit am 8. Platz. Ein wenig Stolz war ich schon, dass wir doch so durchkamen und nichts am Auto kaputt war. Andere Teams hatten schon diverse Schäden, wie gebrochene Steckachsen, Lichtmaschinenhalterung abgerissen, Seilwinden abgeraucht, Verteilergetriebe gebrochen, platte Reifen, Motorschaden, Differenziale gebrochen,…

Und es regnete wieder. Als es zu regnen aufgehört hatte, begann es zu schütten!


Der nächste Tag. Start in den zweiten Teil der Superkarpata Trophy. Frisch motiviert studierten unsere beiden Beifahrerinnen die Karte. Und das machen Sie sehr gut und gewissenhaft. Ich denke da könnten manche Männer in die Lehre gehen…


Wir fuhren zielstrebig den Berg hoch, wo wir dachten es sei der richtige Weg. Wunderschöne Landschaft und viel versprechend. Ein Weg 2m breit, durch Gebüsch, Felsen und wieder einmal eine Steilauffahrt mit winchen. Zwei Teams vor uns standen im Hang. Bei einem Auto ist wieder einmal die Steckachse gebrochen. Und so dauerte es sehr lange bis die oben waren. Hinter uns war ein Stau. Wir aber beschlossen, diesen Weg nicht zu fahren. Was sich später als DER Fehler der SUKA herausstellte. Es war der einzig richtige. So fuhren wir wieder hinunter ins Tal auf die Startlinie und fuhren außerhalb des Korridors zur 1. Schatztruhe. So wie das Wetter, es regnete natürlich, war auch unsere Stimmung. Die Aufgabe bei dieser Schatztruhe war es, sich in einem Wasserfall abzuseilen. Cirka 15m hoch. Natürlich ist man gesichert. Ingrid machte die Sonderprüfung ohne Fehler und wir bekamen 1 Stunde Zeitgutschrift. Wir übernachteten gleich bei den anderen und beschlossen, am nächsten Tag nicht gleich loszufahren, sondern wirklich ein ausgiebiges Kartenstudium zu betreiben.


Hoch motiviert fuhren wir dann am nächsten Tag weiter. Lange hielt die Motivation nicht an. Den Weg, denn wir uns vorgenommen hatten, denn gab’s nicht. Zumindest für uns nicht. So fuhren wir auf einen Berg und hofften einen Weg zu finden, der ins Tal führte. Nach einer Stunde zu Fuß suchen, beschlossen wir wieder hinunter zu fahren. Außerhalb des Korridors weiter Richtung Ziel zu fahren und bei der nächsten Gelegenheit wieder in den Korridor einzubiegen. Zu Beginn ein toller Weg in die richtige Richtung. Leider zu früh gefreut. Wieder eine Sackgasse. In einer wunderschönen Gegend, vorbei an Holzarbeitern die schon vor uns gewusst hatten, dass wir uns ein zweites Mal sehen werden. Zurück bis zur nächsten Kreuzung, rechts weg. Auf einen Weg, der an ein Bachbett erinnerte. Das Wasser schoss uns entgegen. Es schüttete extrem. Eine kleine Mure versperrte uns den Weg. Wir hatten die Äste mit der Motorsäge weg geschnitten. Als wir vorbei waren, fuhren wir weiter auf einem sehr schönen Weg auf einen Sattel. Wir sahen wieder einmal Spuren. Das lies uns vermuten, das wir richtig waren. Das Ziel der Anstrengung. Der Sender auf 1800m Seehöhe. Wir legten wieder einmal voll motiviert die Ketten an. Die Steilauffahrt hatte es in sich. Ohne Sperren, Untersetzung und einweisen keine Chance. Ich hatte sehr großen Respekt. Oben angekommen, es ist alles gut gegangen, suchten wir den Weg weiter. Wir waren richtig und fuhren weiter. 500 Meter. Dann war Schluss. Schnee war dieses Mal der Bremser. 5 Minuten zu Fuß hätten wir gehabt, aber nach stundenlangen suchen, fuhren wir alles wieder runter, zurück bis zu dem Sattel. Die Stimmung war wieder einmal angeknackst. Dann weiter rechts ins Tal. Außerhalb des Korridors in die kleine Ortschaft wo wir vom Berg herunter gekommen wären. Da wir ein Plätzchen zum Übernachten brauchten und zufällig in dem Ort ein Campingplatz war, nahmen wir diese Möglichkeit wahr und blieben da. Gregors Geburtstag feierten wir auch im Restaurant.


Neuer Tag, neues Spiel! Aber der Regen, war der alte…

Der richtige Weg führte uns durch ein Bachbett, in eine Schlucht mit Höhlen. Der Boden war weich und rutschig. Das war für mich eine sehr anstrengende Teilstrecke dieses Tages. Schmal, rutschig und am Abhang. In der gatschigen Fahrrinne legten wir die Ketten an. Mit der eigenen Winde vorne am Baum, mit Gregors Winde über die Umlenkrolle nach oben gesichert fuhr ich langsam die Schrägfahrt durch. Ein Baum, der im Weg war, musste sterben. Es tut mir Leid. Im Gatsch verloren wir dann noch eine Kette,… Gregor fuhr da einfach durch ohne Probleme. Ist es das hohe Gewicht unseres Patrol´s, die Breite und die Reifen? Oder sollte ich mir die Frage stellen, ob ich der Hosenscheis... bin? Momentan egal. Wir sind durch. Danke an unsere Teampartner für die Geduld! Wieder durch eine wunderschöne Landschaft, über Almen und anspruchsvolles Gelände. Am Abend kamen wir wieder zu einer Steilabfahrt durch den Wald. Wir wussten nicht genau ob wir richtig sind. Da in der Karte 3 Wege eingezeichnet waren und wir da oben dichtesten Nebel hatten. So beschlossen wir die Zeit abzuschreiben und hier zu Übernachten. Gregor und Babsi machten das Lagerfeuer und Ingrid und Ich gingen den ganzen Weg ins Tal. Nur um zu schauen wo wir herauskommen. Es war der Richtige. Abendessen und Regen! Was sonst?


Der letzte Tag war ein Rennen mit der Zeit. Korridor raus – rein – raus – rein ich wusste es schon gar nicht mehr. Für mich war es nur noch eine Qual. Tausende Schlaglöcher, die Konzentration quasi nicht mehr vorhanden und doch immer der Gedanke im Hinterkopf – es ist ein Rennen. Mit einer halben Stunde Verspätung kamen wir ins Ziel. Total erschöpft und vor allem glücklich, dass es vorbei war.


Wir schafften, trotz unseren Fehlern, den 11. Gesamtrang von 22 gestarteten Teams.


Aber was für mich vielmehr zählt:

Unsere Teampartner sind noch immer unsere Freunde und es ist nichts kaputt!

Danke – schön war´s!

Superkarpata 2007

Die SUKA 2007 begann für uns ja eigentlich schon am Ende der SUKA 2006. Die Inkubationszeit dauert genau 1 Jahr bei solchen Veranstaltungen. Also vom Infekt bis zum Ausbruch der „Krankheit“! Trotz aller Widrigkeiten und Hoppala´s: Wir sind noch nicht geheilt!

Wir, das SUKA – Dream - Team, Babsi, Gregor, Ingrid und Ich, fuhren am 12. Mai höchstmotiviert nach Bruck/ Leitha zum Start. Der erste Schock um 10:00 Uhr morgens: Babsi rief an und sagte: Wir haben ein Problem. Wir haben 4 platte Reifen! Das gute daran: Es war ein Scherz! Aber ich war wach….


Ein beeindruckendes Starterfeld. Immerhin starteten 17 Teams, teilweise mit 2, aber auch mit 3 Autos im Team. Auch Freunde aus Deutschland waren mit 3 Teams angereist.

Die erste Sonderprüfung am Start haben wir nicht geschafft. Wir sollten unser Auto seitwärts bewegen. Ca. 6m weit. Es blieb beim Versuch. Zitat: „Wir holen das später im Bewerb wieder rein….“

Die lange Reise nach Rumänien begann. Wir fuhren tief in den Süden des Landes, wo am Sonntag 11:30 Uhr für uns der eigentliche Start war. Die Karten die wir bekamen waren dieses Jahr ausgezeichnet. Wir fanden uns sehr schnell zurecht und fuhren auch schnell los. Durch ein wunderschönes Naturschutzgebiet (wir durften das). Die Aufgabenverteilung war klar: Die Mädchen navigieren und die Buben fahren und sind für das Wohl der Mädchen verantwortlich. Einige Team hatten offensichtlich Schwierigkeiten den richtigen Weg zu finden. Wir hatten da etwas mehr Glück: Wir waren am Abend bei der 1. Schatzkisten. Ein Bad im See tat echt gut bei dem heißen Wetter.

Die Sonderprüfung hatten wir aber erst am Montagmorgen gemacht. Diese war, per Schlauchboot ans andere Ufer zu rudern und dort mit GPS Koordinaten zwei Stempel im Wald zu finden. 40Minuten hatten wir Zeit. Ingrid und Gregor schafften die Wahnsinnszeit von 30min. Gratuliere!


Wir starteten in den 2. Teil der 1. Etappe. Es lief wieder sehr gut. Wir fuhren einen Waldrand entlang, suchten und verfolgten Spuren von anderen Teams. Leider verfehlten wir einen Abzweig und kamen so auf die Korridorgrenze. Was uns einige Strafkilometer einbrachte. Wir übernachteten in einem Bachbett. Das Wasser hat gestunken, als wäre es Gülle. Da die Wege sehr schwierig waren, ist uns an diesem Tag die Zeit davongelaufen.

Am nächsten morgen fuhren wir die letzten 200m im Flussbett weiter. Dann gings wieder recht voran. Und – wir waren am Abend im Ziel.

Zwischenergebnis: 4. Platz mit nur 19 Strafkilometer. Für uns eine stolze Leistung.

Zeit hätten wir bis heute 13:00 Uhr gehabt. So verbrachten wir den Mittwoch etwas ruhiger. Vormittag fuhr ich mit Babsi nach Deva zum Billa. Vorräte, vor allem Getränke kaufen. Es war so heiß, dass wir schon fast alles aufgebraucht hatten. Am Nachmittag nahm das Unglück seinen Lauf. Die freiwillige Sonderprüfung war: ein Messer zu schmieden. So weit, so gut.

Wir bastelten uns eine Esse. Die Luft hatten wir vom Klimakompressor des Jeeps. Das Eisenstück bekamen wir vom Veranstalter. Es funktioniert perfekt. Bis – mich ein Splitter vom Hammer lahm legte. Der Splitter steckte in der Gelenkskapsel im rechten Zeigefinger. Die Nacht war die Hölle. Einerseits wollte ich aufgeben, andererseits wollte ich unser Team nicht enttäuschen. So beschloss ich am Donnerstagmorgen ins Krankenhaus nach Deva zu fahren. Da wir einen Arzt mit hatten war die Verständigung sehr einfach. Sonst wäre das ein Drama gewesen. Ein paar Röntgen und die Diagnose ist bestätigt. Aber heraus genommen haben Sie Ihn nicht. So fuhren wir mit Antibiotiker voll gestopft wieder zurück. In der Zwischenzeit hat Gregor und Babsi die Sonderprüfung Reifenflicken gemacht. Zum Start kamen wir noch zurecht. Und so fuhren wir am Donnerstagmittag los.


Der Regen hatte das Unternehmen nicht einfacher gemacht. Schmale, steile Wege zwangen uns die Schneeketten anzulegen. Eine weise Entscheidung. Viele kleine Verbindungswege fuhren wir. Aber mit Unterstützung der Rumänischen Bevölkerung schafften wir einiges.

Der Freitag war wieder einmal nicht unser Tag. Unser Ziel war es, bis 11:00 Uhr zur 2. Sonderprüfung zu kommen. Ein Trail war ausgesteckt und musste in 20 min bewältigt werden. Leider hatten wir das nächste Pech. Die vordere Steckachse verabschiedende sich lautlos. So konnten wir den Rest der Veranstaltung nur eingeschränkt fahren. Viel Winchen und auch ein Abseilmanöver der besonderen Art mussten wir durchführen. Einen ca. 250m langen, steilen Berghang mussten wir hinunter. Ich fuhr hinunter, Dank Allradantrieb kein Problem. Als ich unter war sagte Gregor am Funk, dass ich raufkommen sollte. Wir müssen mit Bergegurten den Jeep abseilen. Ich wieder hinauf auf den Berg. Zwei Bergegurte zusammen gehängt und losgehts. Während des Abseilens fragte Gregor mich: Hast Du so was schon mal gemacht? Ich: Nein, habs einmal im Film gesehen, dass das funktionieren könnte…. Es hat funftioniert.


Am Samstag gegen Mittag erreichten wir das Ziel. Leider mussten wir doch mehr als uns Lieb war außerhalb des Korridors fahren. Aber wir schafften es in der Zeit und das zählt!

Im Endergebnis landeten wir am 6. Platz von 17 Teams.

Ein gemütlicher Abend war der Ausklang der Veranstaltung.

Danke an unser SUKA – Dream – Team!

Wir waren gut!

PS: Wenn Ihr Euch wundert, warum hier keine Ortsname angegeben wurden, Ich hatte keine Ahnung wo wir waren ;-)

Superkarpata 2006


…unsere erste Offroadveranstaltung als Teilnehmer.

Samstag, 7 Uhr früh.
Unser Patrol ist voll gestopft mit allem was man in einem solchen Bewerb, eventuell brauchen könnte. Was genau ist Betriebsgeheimnis.
Nach einem gemütlichen Frühstück gemeinsam mit unseren Teampartnern, Babsi und Gregor, fuhren wir nach Laxenburg. Wo der Start der diesjährigen
Superkarpata war. Wir staunten nicht schlecht, als wir die Kampfgeräte gesehen haben. Alle schön aufgestellt in einer Reihe.
Die „erste“ Sonderprüfung war das aufkleben der Sponserpickerl nach Plan der Organisation. Zur Belustigung der Zuschauer gab´s eine Sonderprüfung in Laxenburg. Man musste ein Auto pro Team über ein gespanntes Seil bringen, ohne es zu berühren. Da wir nicht das richtige Material für diese SP mit dabei hatten, brachen wir diesen Versuch ab. Zum Treffpunkt in Rumänien fuhren wir einzeln im Team.

Sonntag, ziemlich früh.
Um 8:30 war unsere Startzeit zum Treffpunkt der zweiten SP. Die Autos mussten per Rollfähre über einen Fluss. Die Möglichkeit die Brücke zu verwenden nutzten wir. Das brachte zwar Strafzeit, aber wir nahmen diese in Kauf. Weiter ging’s mit einer Navigationsaufgabe zum eigentlichen Start in die erste Etappe. Bei der es uns sehr gut ging. Wir waren doch sehr schnell unterwegs übernachteten dann bei einem Fluss. Ein wunderbares Plätzchen, aber leider haben wir nicht bedacht, dass am…

…Montag, 6:00 Uhr früh die Bauarbeiter mit fünf großen LKWs da standen und Erde abgeladen haben. So standen wir nicht freiwillig auf und fuhren schon ab 8:00 Uhr weiter. Dieser Tag war nicht der unsere. Die ewige Suche nach einem Weg, nein, die Suche nach dem richtigen Weg war endlos. So fuhren wir an die Korridorgrenze und fragten uns durch. Eine ältere Frau fuhr Gregor zu Ihrem Sohn, der Deutsch konnte. Der wiederum kannte jemanden, der Offroadveranstaltungen organisiert und uns vielleicht weiterhelfen konnte. Also trafen wir uns mit Freund des Sohnes der älteren Dame. Es war ein tolles Erlebnis. Doch richtig weiterhelfen konnte er uns nicht. So verliesen wir den Korridor und suchten uns ein Plätzchen zum Übernachten. Im Korridor. Zu Fuß erkundeten wir noch am Abend die Gegend um einen geeigneten Weg zu finden. Leider nicht.

Dienstag, 7:00 Uhr.
Also wieder raus aus dem Korridor und ein Stück weiter außerhalb. Nach einem Stück fuhren wir wieder in den Korridor, über eine Schipiste runter, durch einen Bach, bis zu einem Sumpfigen Gebiet. Da drehten wir um und fuhren wieder zur Korridorgrenze. Und jetzt ein Fehler, denn wir zu diesem Zeitpunkt nicht als Fehler sahen. Leider sind wir ein Stück außerhalb Retour gefahren und wieder in der Korridor. Das darf man nicht. Ist gleich – Strafkilometer bis ins Ziel. Die weitere Tour war landschaftlich wunderschön. Sehr schwierig fuhren wir dann einen schmalen Weg, weiter über eine Alm, bis wir auf den Weg kamen, der uns ins Ziel brachte. Wir waren sehr geschafft. In jeder Hinsicht.
Am Abend konnten wir uns am Laptop die gefahrenen Routen der anderen Teams anschauen. Danke für die Organisation!


Mittwoch, 8:30 Uhr.
Abfahrt im Konvoi zur Sonderprüfung. Die erste Herausforderung war es, die Autos hinter einem Schlammloch mit dem Heck zum Hang zu parken. Ich habe mich gleich mal versenkt. Dann schließlich die Sonderprüfung: Ein Auto musste verkehrt den Hang hinauf bewegt werden, ohne es zu starten. Wir haben drei Stunden mit einem Hubzug geschuftet. Bis er kaputt ging.
Der Start in die zweite Etappe war ziemlich erfolglos. Wir irrten umher und versuchten irgendwie über den Berg zu kommen. Nach einiger Zeit beschlossen wir, es doch im Norden zu versuchen. Ein guter Versuch. Ein schmaler Weg führte uns dann auf einen Berg auf ca. 1300m Seehöhe. Die Landschaft ein Traum. In einen Hohlweg versperrte uns ein Team mit einem technischen Gebrechen (Steckachse bei einem Jeep) den Weg, denn wir fahren wollten. So beschlossen wir am Berg zu Übernachten. In der Nacht zog ein Gewitter auf. Ein Gewitter, das wir sicher nicht so schnell vergessen werden. 10m vor unserem Auto lag eine Fichte mit 35cm Stammdurchmesser. Und wir im Dachzelt haben nicht mal gehört das dieser Baum umgefallen ist.


Donnerstag, 7:30 Uhr.
Der Weg war noch immer „verparkt“. Wir hatten uns einen anderen Weg gesucht. Denn mussten wir zwar erst mit der Motorsäge manipulieren, aber es war fahrbar. Weiter ins Tal auf sehr schwierigen Wegen, oder auch keine Wege, sondern Bachläufe fuhren wir ins Tal. Weiter auf einen Pass und runter ins nächste Tal. Nach einiger Zeit der Wegsuche standen wir bei einem Fußweg an. So beschlossen wir, hier zu Übernachten.


Freitag, 7:00 Uhr.
Das Ungarische Team kam uns am morgen nach. Auch Sie versuchten den Fußweg. Ohne Erfolg. Also fuhren wir alleine ein Stück und suchten einen Weg über die Berge. Inzwischen wartete Babsi und Gregor bei einer Kreuzung auf uns. Auch dieser Weg war ein Misserfolg. Leider musste Gregor schon bald tanken. Und so beschlossen wir den Korridor zu verlassen und erstmal eine Tankstelle zu suchen. Danach suchten wir und suchten wir und suchten wir und suchten wir…
Bis wir mangels Zeit abbrachen und direkt ins Ziel fuhren. Wie bestellt hat es wieder zu regnen begonnen und wegen Hochwasser wurde auch die letzte SP abgesagt.
Am Abend, bei einem guten Abendessen (DANKE Babsi!) konnten wir uns etwas von der Anspannung erholen. Und mit den anderen Teilnehmern plaudern und Erfahrungen austauschen.

Samstag, 8:30 Uhr.
Regen, Regen…
Der Weg zum Hotel war weit. Am Abend noch die Siegerehrung im Dieselclub und ab ins Bett.


Sonntag, 8:30 Uhr.
Heimreise.

Ich möchte mich recht herzlich bei unseren Teampartnern, BABSI und GREGOR bedanken. Sie haben sehr viel Geduld mit uns gehabt. Zum Beispiel: wenn wir wieder einmal auf einen Felsen aufgesessen sind. Oder wenn Sie uns zum tausendsten Mal eingewiesen haben, dass wir in diesen extrem schmalen Wegen nicht stecken bleiben. Oder wenn ich mich irgendwo nicht fahren konnte oder wollte. Oder, oder, oder…..

Einfach: DANKE! Es war schön mit Euch!

Und zum Schluss: Auch ein Dankeschön an Georg und Joe, dass es diese Veranstaltung überhaupt gibt!

Roland

 

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