Diabetes Typ1 und Ich!
So!
Drehen wir das Rad der Zeit um 14 Jahre zurück. Damals hatte ich auch sehr viel Stress in der Arbeit. Auch damals war ich im Außendienst und war sehr unter Druck, was Umsatz, Zielerreichung, Leistungsdruck den Kollegen gegenüber, Gehalt nach Leistung, usw. anging.
Nur damals hab ich nicht verstanden, worum es eigentlich geht!
Nicht ums Arbeiten - sondern ums LEBEN!
Ich bin mir sehr sicher, daß das damals der Auslöser für die Stoffwechselstörung war. Und so stellten sich die üblichen Anzeichen, wie viel Durst, Harndrang, Azetonausdünstung, schlecht sehen, müdigkeit usw... ein. Nach einigen Wochen(!!!) ging ich dann zum Hausarzt. Der diagnostizierte nach einer "Zuckermessung" - Diabetes. Dann die übliche Prozedur mit Einweisung ins Krankenhaus. Und der Gegenkommentar - Muss das wirklich sein? Muss das gleich sein? Kann man da nix ambulant machen?
Fünf Stunden später war ich im Krankenhaus und hatte die ersten Untersuchungen hinter mir.
Eine Aussage von damals als ich im Krankenhaus fragte: warum ich "Zucker" habe? Der Arzt damals: Warum was i a net, aber sans froh, das ma wissen wos ma dagegen tuan kennan...
Das beruhigte mich nicht sonderlich. Aber nach 2 Wochen im Krankenhaus war mir vieles klarer. Die sehr guten Schulungen und die hervorragende Aufklärung half mir, die "Krankheit" zu verstehen.
Die erste Zeit war für meine Frau und mich sehr anstrengend. Die BE - Listen waren die größte Herausforderung. Welche Lebensmittel müssen wir berechnen? Welche nicht. Wieviel spritze ich für ..BE?
Welche Kohlehydrate vertrage ich besser? Welche gehen langsam in die Zellen? Welche schneller...
Fragen über Fragen! Aber die größte Sorge war damals für mich - Können wir wieder in den Urlaub fahren? Wir wollten doch zu Weihnachten vier Wochen nach Marokko - geht denn das?
Sicher geht das! So fuhren wir tatsächlich Weihnachten 1996 nach Marokko. Mit dem Auto, Zelt und als Selbstversorger.
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